Vor dem Papageienkauf

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Ich möchte mir einen Papagei kaufen!

Wahrscheinlich waren Sie gerade für eine Stunde bei einem Freund zu Besuch, der einen Graupapagei sein Eigen nennt und konnten sich am putzigen Verhalten des Tieres erfreuen.

Kleine Kunststücke, ein paar lustig artikulierte Worte, ein gesenktes Köpfchen zum Kraulen und ein Küsschen für den Besitzer haben Sie überzeugt, dass ein Papagei auch ein Haustier für Sie wäre.

Gott sei Dank sind Sie am Nachhauseweg nicht an einem Zoogeschäft vorbei gekommen, in dessen Auslage ein „Grauer“ oder ein anderer Vertreter der Art gesessen ist.

Denn die Anschaffung von Papageien sollte wohl überlegt sein und darf keinesfalls aus einer Laune heraus entstehen.

Gedanken vor dem Kauf

Vögel sind Schwarmtiere und leiden unter einer Einzelhaltung. Deshalb sollten Sie immer von der Unterbringung von mindestens zwei Papageien ausgehen und sich folgende Punkte durch den Kopf gehen lassen:

  • Der Zeitfaktor: Papageien wollen beschäftigt werden, und fordern die Gesellschaft mitunter auch lautstark ein. Sie verstehen nicht, wenn Sie mal keine Lust oder Zeit für sie haben und sind sehr erfinderisch, um Ihre Aufmerksamkeit zu erlangen.
  • Das Platzproblem: wo in meiner Wohnung kann ich eine Voliere, die je nach Größe der Vögel angepasst sein muss, zugfrei und weit genug von Lärmquellen entfernt, aufstellen? Papageien brauchen die menschliche Gesellschaft und wollen an Ihrem Leben teilhaben, auch wenn sie zu zweit gehalten werden. Um ihnen aber eine Rückzugsmöglichkeit zu bieten, sollte die Voliere mit zwei Seiten an einer Wand stehen.
  • Die Sicherheit: Vögel müssen fliegen können, können Sie ihnen den Raum dafür bieten? Wenn Papageien flattern, sollten Einrichtungsgegenstände soweit gesichert sein, dass nichts herunterfallen kann und sich die Tiere nicht verletzen können.
  • Das Teppichproblem: diese sind denkbar ungünstig, da sie schwer zu reinigen sind und Vögel ihr Geschäft immer und überall verrichten. Sie dürfen den Tieren nicht böse sein, wenn sie im Überflug auf den Teppichboden schwatzen oder ihren Federstaub darauf verteilen.
  • Die Wohnungseinrichtung: Papageien können alles zum Spielen gebrauchen aber die wenigsten Dinge überleben den starken Schnabel unbeschadet.
  • Der Lärmpegel: Egal für welche Papageienart Sie sich entscheiden, alle sind stimmgewaltig und egal ob sie zwitschern, rufen oder kreischen, die Nachbarschaft wird wissen, dass Sie sich Vögel zugelegt haben.
  • Die Urlaubsbetreuung: Darüber sollten Sie sich vor dem Kauf Gedanken machen, denn Papageien stellen andere Ansprüche und der erprobte Hunde- oder Katzensitter kann da schnell einmal aufgeben.
  • Die Kostenfrage: Neben den Ausgaben für die Voliere, die artgerechte Einrichtung und das Futter, kommen die Kosten für mindestens zwei Papageien hinzu, die Sie dem Tierarzt auch noch vorstellen sollten.

Wenn Sie jetzt noch immer Papageien wollen, dann können Sie ins Detail gehen.

Am beliebtesten unter den kleinen der Papageien sind Wellen- und Nymphensittiche, die gerne in größeren Gruppen gehalten werden und in der Anschaffung sehr kostengünstig sind. Sie gelten als gute „Anfängervögel“, werden schnell zahm und sind sehr gelehrig. Mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 10 Jahren sind sie für Vogelhalter geeignet, die sich nicht auf ihr ganzes Leben festlegen wollen.
  • Die durch ihr graues Gefieder eher unauffälligen Graupapageien, gelten als die gelehrigsten Papageien, die gerne Stimmen und Geräusche täuschend echt imitieren. In ihrem Wesen sind sie sehr sensibel und eher zurückhaltend und benötigen längere Zeit und viel Aufmerksamkeit, um zahm zu werden.
  • Kakadus sind ebenfalls sehr schreiwillig und benötigen viel Aufmerksamkeit, da sie sehr erfinderisch bei Unterbeschäftigung sind. Sie werden zwischen 25 und 35 Jahre alt und sind wahre Nachahmungskünstler.
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