Papageienhaltung

Papageien

Papageienhaltung

Papageienhaltung und Sittichhaltung ist immer noch sehr beliebt in Deutschland, doch nur wenige Halter haben sich vor dem Kauf über die Bedürfnisse dieser Vögel informiert. 

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass ein Großteil der Tiere krank oder verhaltensauffällig ist.

Schaut man sich den natürlichen Lebensraum von Papageien an und hält man sich an die Empfehlungen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus dem Jahre 1995, dann schafft man schon gute Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung und gesunde und zufriedene Mitbewohner.

Papageien

Der Papagei im natürlichen Lebensraum

Grünzügelpapagei

Papageien gehören zur Klasse der Vögel und umfassen etwa 350 Arten.

Sie werden in vier große Gruppen unterteilt: Amazonen, Aras, Kakadus und Graupapageien.

Papageien sind vorwiegend in den Tropen und Subtropen der Kontinente Afrika, Australien, Asien und Amerika beheimatet, es gibt aber auch Arten, die trockenere Hochebenen in Flussnähe bevorzugen oder in höheren Gebirgen wohnen.

Der Papagei ernährt sich hauptsächlich von pflanzlicher Kost wie Früchten, Samen, Blättern, Baumrinde, Blüten oder Wurzeln, aber auch von tierischer Nahrung wie Insekten oder Larven.

Der Großteil der Vögel brütet in Baum- oder Erdhöhlen und hat eine Lebenserwartung von durchschnittlich 70 Jahren.
Papageien sind sehr soziale Tiere und leben außerhalb der Brutzeiten in kleinen, mittleren oder auch großen Schwärmen.
Alle Papageienarten haben folgende gemeinsame Merkmale:

  • den Kletterfuß mit zwei nach hinten und zwei nach vorne zeigenden Zehen, wovon die äußeren noch verlängert sind und einen besonders guten Griff ermöglichen.
  • den Schnabel mit dem sie knabbern, halten, aufschneiden oder knacken können und der auch beim Klettern als dritte Hand eingesetzt wird.
  • das Gefieder, das aus viel weniger, aber dafür kräftigeren, Federn besteht als bei anderen Vogelarten.


Mindestanforderungen an die Papageienhaltung

Sittiche

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat im Januar 1995 durch ein Gutachten die Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien definiert.
Hier eine kurze Zusammenfassung der geforderten Punkte:

  • Papageien dürfen weder angekettet noch auf einem Bügel sitzend gehalten werden.
  • Papageien, die nicht fliegen können, benötigen eine ihrer Größe entsprechende Grundfläche und zahlreiche Klettermöglichkeiten. Ihr Schutzraum muss für sie jederzeit erreichbar sein.
  • Die Maße für Käfige oder Volieren werden für die paarweise Unterbringung angegeben und dürfen auch bei begründeter Einzelhaltung nicht verkleinert werden.

Käfig-/Volierengrößen Papageien und Sittiche:

Gesamtlänge der Vögel.

Maße des Käfigs/der Voliere Länge x Breite x Höhe

Header
Header
Header

bis 25 cm

1,0 x 0,5 x 0,5 Meter

Cell
Cell
Cell

über 25 cm - 40 cm

2,0 x 1,0 x 1,0 Meter

Cell
Cell
Cell

über 40cm

3,0 x 1,0 x 2,0 Meter

Cell
Cell
Cell

Aras

bis 40 cm

über 40 cm - 60 cm

über 60 cm


2,0 x 1,0 x 1,5 Meter

3,0 x 1,0 x 2,0 Meter

4,0 x 2,0 x 2,0 Meter

Cell
Cell
Cell
papageienhaltung
  • Die Käfige müssen in mindestens 80 cm Höhe aufgestellt werden.
  • Außenvolieren müssen mit einem Schutzraum ausgestattet sein, der jederzeit von den Vögeln aufgesucht werden kann. Futter- und Wasserstellen sind im Winter im Schutzraum anzubringen.
  • Futter und Wasser sind täglich zu wechseln und die Gefäße sind jedes Mal zu reinigen.
  • Die Böden und die entsprechende Einstreu sollen einmal wöchentlich gereinigt werden. Die Ausstattung darf keine Verletzungsmöglichkeiten bieten und muss mindestens zwei Sitzstangen aus Holz in unterschiedlicher Stärke enthalten, deren Montage möglichst lange Flugstrecken ermöglicht.
  • Eine Bademöglichkeit sollte möglichst ständig gegeben sein. Wollen Vögel nicht baden, sollte man sie bei geeignetem Wetter mindestens einmal wöchentlich mit Wasser besprühen.
  • In Räumen muss auf genügend Tageslicht geachtet werden oder mit entsprechender Beleuchtung hergestellt werden, sodass ein 12 stündiger Tag-Nacht-Rhythmus gewährleistet ist.
  • Während der Fortpflanzungszeit müssen wesentlich mehr Nistkästen aufgehängt werden als sich Paare im Gehege befinden, um Streitigkeiten zu minimieren.
  • Besondere Aufmerksamkeit ist auf abwechslungsreiches, geeignetes Futter zu legen.
  • Bei Krankheitsverdacht oder Verletzungen ist ein Tierarzt aufzusuchen.

Und einen wichtigen Merksatz sollte man unbedingt beachten :

Niemals einen Papageien alleine halten, sondern immer einen Partner der gleichen Art mit einplanen.



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